Archive for the 'Untrusted Computing' Category

Hans Dampf

Jun 20th 2010

Konfiguriert man sich einen Mac Pro, gibt’s derzeit die Wahl zwischen zwei Basis-Geräten. Das Einsteigermodell mit 4 Kernen à 2,66 GHz startet bei vermeintlich günstigen 2299 Euro. Das 8Core-Flagship lassen wir außer acht, das wäre für den späteren Vergleich unfair.

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Die Sache mit dem Codec

May 3rd 2010

Wir schreiben das Jahr 2010 und endlich hat jemand herausgefunden, was bereits seit Jahren in jedem Camcorder-Handbuch steht:

Du darfst deine Filmchen nicht kommerziell verwenden, es sei denn zu zahlst Lizenzgebühren an den Patentpool der MPEG-LA.

Das steht bei jeder Con- und Prosumergurke, die mit dem H.264-Codec arbeitet, der Standard in HTML5 werden soll. Neuerdings gibt’s diese Warnung Belehrung auch im Handbuch professioneller Fotoapparate, die seit geraumer Zeit auch filmen können. Im Falle der Canon 5D Mark2 steht’s auf Seite 241. Da man sein Material ohnehin noch durch die Nachbearbeitung scheucht und das recodierte Endprodukt keine Exif-Daten enthält, die Einzelheiten über die Kamera preisgeben, so wie man das von JPGs kennt, könnte man sagen, “Scheiß der Hund drauf”. Aber ganz so einfach ist es nicht. Im Manual professioneller Videosoft steht im Übrigen der gleiche Schmuh. Beispiel Sony Vegas Pro 9:

MPEGLA and MPEG 2
USE OF THIS PRODUCT IN ANY MANNER THAT COMPLIES WITH THE MPEG-2 STANDARD IS EXPRESSLY PROHIBITED WITHOUT A LICENSE UNDER APPLICABLE PATENTS IN THE MPEG-2 PATENT PORTFOLIO, WHICH LICENSE IS AVAILABLE FROM MPEG-LA, LLC, 250 STEELE STREET, SUITE 300, DENVER, COLORADO 80206

Sony AVC
THIS PRODUCT IS LICENSED UNDER THE AVC PATENT PORTFOLIO LICENSE FOR THE PERSONAL AND NON-COMMERCIAL USE OF A CONSUMER TO (i)ENCODE VIDEO IN COMPLIANCE WITH THE AVC STANDARD (”AVC VIDEO”) AND/OR (ii)DECODE AVC VIDEO THAT WAS ENCODED BY A CONSUMER ENGAGED IN A PERSONAL AND NON-COMMERCIAL ACTIVITY AND/OR WAS OBTAINED FROM A VIDEO PROVIDER LICENSED TO PROVIDE AVC VIDEO. NO LICENSE IS GRANTED OR SHALL BE IMPLIED FOR ANY OTHER USE. ADDITIONAL INFORMATION MAY BE OBTAINED FROM MPEG LA. L.L.C. SEE HTTP://MPEGLA.COM

Der alte MPEG2 war also auch schon verflucht.

Interessant ist, dass z. B. Panasonic Patente am H.264-Codec hält (377 sollen es sein, munkelt man), Canon hingegen nicht einmal in der Lizenznehmerliste auftaucht.

Und nun drängen sich Fragen auf:

  • ist man der bessere Mensch, wenn man ‘ne Canon kauft?
  • hat der ganze Krampf nach EU-Patentrecht überhaupt Belang?

Offenbar wäre es wirklich das Beste, wenn niemand mehr anstrebt, irgendwas “professionell” gestalten und hernach verscheuern zu wollen. Das hat den Vorteil, dass man keine Produkte irgendwelcher Unternehmen kaufen muss, die einem im Anschluss verbieten wollen, das Gelumpe sachgerecht einzusetzen.

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Raubdruck

Apr 9th 2010

Das Tolle am Bloggen ist, dass man komplexeste Sachverhalte über lange Zeit verfolgen und dokumentieren kann. So legt man sich über die Jahre ein eigenes kleines Google an und kann nachschlagen, wie das Schicksal oder sonstwer wann zugeschlagen hatte.

Es war im Januar 2008, da wollte ich meinen Canon-Drucker hinrichten. Doch dann erschien Pamela aus Baywatch Tina aus der Bucht und hauchte dem versoffenen Comsumer-Produkt neues Leben ein. 14 Monate hielt der Satz Billigtinte. Das klingt effizient, doch gemessen an den wenigen Ausdrucken, die der Pixma während dieser Zeit zu erledigen hatte, wäre der Einsatz von Originaltinte geradezu idiotisch gewesen.

Schön, dass Tina noch immer in der Bucht verweilt und dieses großartige Produkt feilbietet. Es gab sogar ein Upgrade: die billigen Kartouchen werden nun optional mit einem eigenen Fremdtinteverhinderungschip angeboten. Wer einen Fünfer mehr investiert, spart sich die Frickelei. Da ich zum einen eine unfassbar faule Sau bin und zum anderen nicht riskieren wollte, die klitzekleinen Kontrollchips ein 2. Mal zu transplantieren, fiel die Wahl nicht sonderlich schwer.

Heute kam der Farbstoff an. Der olle Canon akzeptierte das neue Futter und leistete - anders als beim Ersteinsatz - keinerlei Widerstand.

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Google-Stasi

Oct 26th 2009

Es ist ganz gewiss nicht so, dass ich via GMail irgendeinen “serious bullshit” komunizieren würde. No way! Daher störte es auch nie sonderlich, dass Google aus Stichworten der Mailkommunikation Ads generiert und sie dezent irgendwo auf der GMail-GUI platziert. Im Grunde stelle ich mir gelungene, weil nicht nervige Werbung genauso vor. Ab und zu klicke ich sogar drauf und entdecke Zeug von dem ich in der Tat nicht wusste, dass ich’s brauche.

Aber das hier finde ich befremdlich

Liebe Suchgöttin, das ist zuviel der Synergie. Ich erklär’s dir mal:

Nr.1 (oben links): das ist irgendein Macker, dem ich vor Jahren mal einen Synthesizer verkauft habe. Ja, ich poste ab und an kleine Tutorials über Klangerzeuger auf YT, aber meine Abos suche ich mir selber aus.

Nr.2 (oben rechts): das ist der PR-Fuzzi irgendeiner Klitsche, die in MIDI-Controller macht, weißte. Wobei “PR-Fuzzi” übertrieben ist, denn der Laden ist ein Start-up. Wenn es von denen was Neues gibt, erfahre ich’s via Mail. Ich ersticke hier an Redundanz.

Nr.3: das ist ein Versandhandel aus Österreich. Die verkaufen ungeschnittene Computerspiele. Ich liebe deren Newsletter, weil sie immer wieder auf der deutschen Zensurbehörde rumreiten. Das ist offenbar deren Geschäftsmodell. Damals - als Konsolen-n00b - habe ich bei denen ein Game bestellt. Kurz darauf fand ich raus, dass einem auch heimische Versandhändler ungeschnittene Spiele verkaufen, kann man eine gewisse Volljährigkeit nachweisen. Das Spiel aus dem das Gameplay dieses eine Videos stammt, das ich mal bei YT zeigte, habe ich bei nicht bei den Ösis erworben, sondern hier. Daheim.

Danke, belassen wir’s dabei. “Freunde” haben nämlich meine richtige eMail-Adresse.

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Werbung im Betriebssystem

Oct 22nd 2009

Among other disclosures, an operating system presents one or more advertisements to a user and disables one or more functions while the advertisement is being presented. At the end of the advertisement, the operating system again enables the function(s). The advertisement can be visual or audible. The presentation of the advertisement(s) can be made as part of an approach where the user obtains a good or service, such as the operating system, for free or at reduced cost.

Wer lässt sich sowas einfallen und patentieren? Apple! Vermutlich stellt die Kiste die Werbespots so lange via iSight auf Pause, bis man vom Pinkeln wiederkommt. Der Macianer druckt dann ein Selbstportrait aus und stellt’s im extra stylischen Rahmen (Alu, 79,95 bei Gravis) vor seinen Reklamac und denkt sich, “dem habbich’s aber gezeicht, doo!”

via fefe - der ganz treffend feststellt: Aber macht euch keine Sorgen: auch dieser Tiefschlag kann echte Apple-User nicht von Apple wegtreiben. Wir werden auch in 10 und in 100 Jahren noch was zu lachen haben.

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Vorsicht Internet

Sep 30th 2009

Das Netz - so sagt man - sei nicht das natürliche Habitat eines Macs.

Es ist dennoch erstaunlich, wie sehr es ihn verwirrt.

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Macbook - Ethernet Edition

Sep 8th 2009

Viele Monate lag mein MBP ungenutzt rum, Opposition spielend, weil es nicht mehr in der Lage ist, eine stabile Internetverbindung zu halten. So inkonsistent Apples Produktpolitik, so inkontinent die Geräte, mag man meinen. Letztendlich fasste ich den Entschluss, das arme Ding zu verkaufen und Apple auf ewig “Good bye” zu sagen. Natürlich wollte ich ein letztes Mal versuchen, das Problem zu lösen, um die unvermeidbare Verlustmaximierung beim Verkauf in Grenzen zu halten.

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Auf dem Weg in die Mittelklasse

Aug 13th 2009

Neulich war ich in Hamburgs Innenstadt und kam bei diesem großen Elektronikmarkt mit den gigantischen Preisen vorbei. Ich nutzte die Gelegenheit, um mir ein paar Netbooks einmal aus der Nähe anzuschauen. Gleich neben diesen winzigen Rechnern hatten die ringplanetaren Verkaufsstrategen die Apfel-Ecke platziert. Dort standen je ein MacBook, ein MacBook Pro und ein 24″ iMac, sonst nichts. Das MacBook hatte es mir angetan. “Das ist ja sooo süüüß!

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Der Apfel fällt recht weit vom Stamm

Jun 9th 2009

Was ham se alle gefiebert und gerätselt und in der Gerüchteküche geköchelt - Apple veranstaltet mal wieder ‘ne WWDC und irgendwas Cooles wird kommen. Echt ey! Ganz sicher, doo!

Nun ist die WWDC eine Entwicklerkonferenz und keine Tradingshow oder irgendeine Messe-Simulation. Wenn da was dargeboten wird, isses meist nicht viel und oft werden verschlimmbesserte Produkte vorgestellt. So auch diesmal. Die Tuckenquäke heißt jetzt iPhone 3Gs. Sie hätten es ehrlicherweise 3GinS nennen sollen: immer noch Scheiße!

Des iPhones Kamera-Emulation hat jetzt sagenhafte 3,2MP. Und es kann Videos nicht nur abspielen, sondern auch aufzeichnen. In VGA, also 640×480. Hell Yeah! Jedes bessere Smartphone aus dem finsteren Finnland konnte das bereits 2006. Überhaupt ist Video mit dem Handy drehen sowas von 2007 (2007 hatten nämlich alle lang genug damit rumgespielt - OK, ich hatte bis 2008 damit gewartet, for Preisverfalls sake), denn jede bessere Taschenknipse dreht heutzutage min. in 720p - mit besserer Optik und sachgemäßerem Handling.

Das 13″ MacBook gibt’s jetzt nur noch in Weiß. Der Unibody-Version hat man eine FireWire-Schnittstelle spendiert, als man merkte, dass doch noch nicht alle Musiker zu Windows geswitched waren. Dafür darf sich das Gerät jetzt “Pro” nennen und alles freut sich: endlich ein kleines MBP. Hurra! Was die Pro-Modelle einst auszeichnete, nämlich eine dedizierte Grafikabteilung, kann das 13″ freilich nicht vorweisen. Daher fühle ich mich durch die Bezeichnung eher verarscht als angelockt.

Der eigentliche Hammer jedoch ist, dass auch das Einstiegsmodell des 15″ MBP kastriert wurde und mit seiner intergrierten Grafik nicht mehr allzuviel mit einem Pro-Gerät zu tun hat. Die NVidia-Grafik 9600M GT mit 512MB gibt’s erst beim Spitzenmodell ab 2099 Euro. In Windows-Maschinen wird die 512er nur noch in Einsteigergeräten verbaut, denn die 9600M GT gibt es längst mit 1024MB.

War nett mit euch, Apple! Ich bin auf Windows7 sehr gespannt, auch wenn Snow Leo für $29 verteilt wird, um überhaupt noch ein paar Fanboys bei der Stange zu halten. All die armen Teufel, auf deren Mac noch Tiger vor sich hin zuppelt, zahlen 169.- fürs Upgrade. Dafür gibt’s dann iLife und iWork dazu.

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Every OS sucks

Apr 14th 2009

Ich hab ihn ja immer geliebt, den kleinen schwarzen iPod. Besonders diese Weltuhrenfunktion. Ich hatte die Zeit vom New York, Shanghai, Tokyo und noch irgendeinem Kaff gewählt. Ach ja, Berlin war Nr. 4. Und im Moment vermisse ich diese Funktion, ich wüsste zu gerne, wie spät es in Japan ist. Der iPod ist zwar nicht tot, aber ein alternatives OS hat die Funktion begraben. Dafür wird der kleine Plärrer nun von jedem gängigen OS als USB-Massenspeicher erkannt und man kann folglich Daten zwischen Pod und Rechner hin und her schieben. Diese Kernkompetenz eines Speichermediums, das in Form einer 80GB-Platte in meinem iPod schlummert, hatte Apple deaktiviert, um die ekelhafte Musikindustrie bei Laune zu halten. Dieses Prinzip der kleineren Übels zieht sich wie ein blutroter Faden durch alle Bereiche informationsvergewaltigender Systeme.

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