Archive for the '3D Diary' Category

Driving Rage

Aug 27th 2010

Die Aufgabe an sich war recht spannend: drei Gruppen à vier Teilnehmer bekommen die Maße eines fiktiven Industriegebäudes. Diese Immobilie gilt es umzugestalten. Sammelbegriff “Loft”. Ob am Ende ein Friseursalon, eine Privatwohnung oder ein Puff darauf wird, darf die Gruppe selbst entscheiden. Einen Konsens zu finden, ist Teil der Aufgabenstellung. Meine Gruppe entschied sich für eine so genannte Driving Range. Das klingt nach Carrerabahn, kleine Elektro-Flitzer auf einem Nürburgring aus Plaste. Aber weit gefehlt, auf einer Driving Range schlagen After Worker Golfbälle auf eine Grasfläche, um ihre Skills zu verbessern, oder um überhaupt erst einmal zu lernen, wie man so einen Golfschläger hält.


Driving Range: die Werbung täuscht. Hinter dem grauen Wellblech versteckt sich kein 18-Loch-Court

Die Vorgehensweise in Punkto Arbeitsverteilung war realitätsnah und zeitgemäß: die Teilnehmer, die die Software bereits kannten, übernahmen die kursrelevanten Aufgaben. Grundriss erstellen und Polygone verbiegen, also AutoCAD und 3ds Max. Die weniger Bedarften suchten sich eine Nische und übten sich in Marketing-Analysen und im Pixelschubsen. So war gewährleistet, dass während der zwei Wochen niemand etwas dazu lernt. Mir wurde die Ehre zuteil, hie und da ein paar Bildchen mit Photoshop zurechtzustutzen. Also genau das, was ich seit ‘97 beinahe täglich mache. Zugegeben, ich genoss die kleine Pause. Hätten die anderen elf während der ganzen langen Zeit die Klappe gehalten, es wär’ mir wie Urlaub vorgekommen. Leider hört man in dieser menschenfeindlichen Umgebung von 8-17:15 Stimmen und bisweilen fühlt sich das an wie Guantanamo.

Dieses Projekt gewährte einen interessanten Einblick in die Welt der Entwickler und Entscheider:

Menschen, die sich nicht ausstehen können, arbeiten unter maximalem Zeitdruck an Produkten, die kaum ein Mensch braucht. Heraus kommen dabei dann Skurillitäten wie Apples iPhone 4G. Ein Handy, mit dem man nur telefonieren kann, wenn man es nicht in der Hand hält. Oder div. Fahrzeuge von Toyota, die beschleunigen, wenn der Fahrer auf die Bremse tritt. Während die Tuckenquäke aus Cupertino nur eine weitere putzige Fußnote in der IT-Welt darstellt, gefährden Toyotas rollende Kostenfaktoren Menschenleben.

Ich, als staatlich geprüfter Misantroph, finde diese Produkte freilich in hohem Maße begehrenswert. Ähnlich geht’s mir bei unserem Loft-Projekt: mein Interesse an Golf war bereits am ersten Tage geweckt. Das ist etwas, das ich niemals für möglich gehalten hätte,  aber diese Hi-Tech-Schläger ließen mich schlichtweg dahinschmelzen. Wie ordinär wirkt die handelsübliche Baseball-Keule gegen einen 800€ teuren Hi-Tech-Wedge von Callaway!

Es sind in der Regel ältere Herren in höheren Positionen, die dem Golfsport zugeneigt sind. Entscheider und Rationalisierer, die, zuweilen frei von Sachkenntnis, dafür sorgen, dass mit veraltetem Werkzeug unter widrigen Umständen mangelhafte Produkte von unterbezahlten Mitarbeitern geschaffen werden. Dies nennen Sie Innovation. Fühlen Sie sich willkommen in unserem kleinen Club. Er ist unter exakt den Bedingungen entstanden, die Sie geschaffen haben.

Nach der dräuenden Präsentation am Montag folgt eine Woche Unterricht in Sachen After Effects. Dargebracht von einem Dozenten, der Adobes Compositing-Flaggschiff für ein ordinäres Schnittprogramm hält. Wird sicher lustig. Wenn ich es richtig verstanden habe, gehen wir das erste Kapitel des Handbuchs durch und dürfen uns dann frei um Gratis-Tutorials aus dem Netz kümmern. Darauf folgt die nächste Projektphase zum Thema Häuslebau mit Polygonen. Wer bis dahin 3ds Max nicht daheim im Kämmerlein erlernt, hat eben Pech gehabt. Ich hoffe, ich darf wieder mit Photoshop spielen.

3D Diary .

Ich seh’ in 3D

Jul 25th 2010

Wir schreiben Juni 2010, erster “Schultag”. Mit drei weiteren Teilnehmern betrete ich den Schulungsraum. Drei Tischreihen mit je vier Plätzen dominieren das Zimmer. Jedem Einzelplatz steht ein PC mit zwei 22″-Monitoren zur Verfügung. ‘Sieht ja ganz ordentlich aus’, denk ich mir. Später erklärt der Geschäftsführer, dass wir erst nach dem ersten Lehr-Modul - Freizeichnen - Zugriff auf die Maschinen haben werden. Ausgerechnet Zeichnen, wenn ich zeichnen könnte, würde ich keine achtstelligen Summen für Kameras und Peripherie ausgeben, Herr J. nochmal.

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3D Diary .

CS5

Jun 13th 2010

Hurra, CS5 ist da und endlich hatte ich ein wenig Zeit, einige der brandneuen Killerfeatures zu testen. “Amazing!”, würde Steve Jobs sagen, “absolutely awesome, stunning, breathtaking, jawdropping - for fuck’s sake!! Goddamnid, we’ll never have anythäng that could even compare!!11elf!”

Aber das Apfelmännchen steht derzeit mit Adobe auf Kriegsfuss und nun gibt’s bei Apple.com für absehbare Zeit keine hanebüchenen Photoshop-Benchmark-Vergleiche. Was soll’s, es gibt auch keine Macs, die zeitgemäße Innereien haben und erschwinglich sind. Und genau die braucht Adobes Cashcow dringender denn je.

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3D Diary, Pix .

Schulweg

Jun 3rd 2010

Ich geh ja gezz wieder zur Schule, um dieses Zeug irgendwann mal zu begreifen. Bei Kaiserwetter hat der Schulweg einen gewissen Reiz.

Schon befremdlich, da friemeln wir rum, um Fotos möglichst “artificial” aussehen zu lassen (Stichwort HDR), während andere versuchen, mit 3D-Soft Bilder zu rendern, die von einem Foto nur noch schwerlich zu unterscheiden sind.

Die hier stammen aus ‘ner Ixus. Bin gespannt, wann ich sowas am Rechner nachbauen kann.

Allererste Versuche mit 3DS Max, viel weiter bin ich (ohne Anleitung) noch nicht gekommen. Es dauerte ‘ne Weile, bis ich ansatzweise rausgefunden hatte, wie “Volume Light” funktioniert, und dass man die Kamerapersektive rendern muss.

3D Diary, Pix ..