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	<description>Glosse aus der Gosse</description>
	<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 09:34:48 +0000</pubDate>
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		<title>Driving Rage</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 05:15:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[3D Diary]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Aufgabe an sich war recht spannend: drei Gruppen à vier Teilnehmer bekommen die Maße eines fiktiven Industriegebäudes. Diese Immobilie gilt es umzugestalten. Sammelbegriff &#8220;Loft&#8221;. Ob am Ende ein Friseursalon, eine Privatwohnung oder ein Puff darauf wird, darf die Gruppe selbst entscheiden. Einen Konsens zu finden, ist Teil der Aufgabenstellung. Meine Gruppe entschied sich für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Aufgabe an sich war recht spannend: drei Gruppen à vier Teilnehmer bekommen die Maße eines fiktiven Industriegebäudes. Diese Immobilie gilt es umzugestalten. Sammelbegriff &#8220;Loft&#8221;. Ob am Ende ein Friseursalon, eine Privatwohnung oder ein Puff darauf wird, darf die Gruppe selbst entscheiden. Einen Konsens zu finden, ist Teil der Aufgabenstellung. Meine Gruppe entschied sich für eine so genannte Driving Range. Das klingt nach Carrerabahn, kleine Elektro-Flitzer auf einem Nürburgring aus Plaste. Aber weit gefehlt, auf einer Driving Range schlagen After Worker Golfbälle auf eine Grasfläche, um ihre Skills zu verbessern, oder um überhaupt erst einmal zu lernen, wie man so einen Golfschläger hält.</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/gl1a.jpg" alt="" width="500" height="302" /><br />
<em>Driving Range: die Werbung täuscht. Hinter dem grauen Wellblech versteckt sich kein 18-Loch-Court</em></p>
<p>Die Vorgehensweise in Punkto Arbeitsverteilung war realitätsnah und zeitgemäß: die Teilnehmer, die die Software bereits kannten, übernahmen die kursrelevanten Aufgaben. Grundriss erstellen und Polygone verbiegen, also AutoCAD und 3ds Max. Die weniger Bedarften suchten sich eine Nische und übten sich in Marketing-Analysen und im Pixelschubsen. So war gewährleistet, dass während der zwei Wochen niemand etwas dazu lernt. Mir wurde die Ehre zuteil, hie und da ein paar Bildchen mit Photoshop zurechtzustutzen. Also genau das, was ich seit &#8216;97 beinahe täglich mache. Zugegeben, ich genoss die kleine Pause. Hätten die anderen elf während der ganzen langen Zeit die Klappe gehalten, es wär&#8217; mir wie Urlaub vorgekommen. Leider hört man in dieser menschenfeindlichen Umgebung von 8-17:15 Stimmen und bisweilen fühlt sich das an wie Guantanamo.</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/loftgolf.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<blockquote><p>Dieses Projekt gewährte einen interessanten Einblick in die Welt der Entwickler und Entscheider:</p>
<p>Menschen, die sich nicht ausstehen können, arbeiten unter maximalem Zeitdruck an Produkten, die kaum ein Mensch braucht. Heraus kommen dabei dann Skurillitäten wie Apples iPhone 4G. Ein Handy, mit dem man nur telefonieren kann, wenn man es nicht in der Hand hält. Oder div. Fahrzeuge von Toyota, die beschleunigen, wenn der Fahrer auf die Bremse tritt. Während die Tuckenquäke aus Cupertino nur eine weitere putzige Fußnote in der IT-Welt darstellt, gefährden Toyotas rollende Kostenfaktoren Menschenleben.</p>
<p>Ich, als staatlich geprüfter Misantroph, finde diese Produkte freilich in hohem Maße begehrenswert. Ähnlich geht&#8217;s mir bei unserem Loft-Projekt: mein Interesse an Golf war bereits am ersten Tage geweckt. Das ist etwas, das ich niemals für möglich gehalten hätte,  aber diese Hi-Tech-Schläger ließen mich schlichtweg dahinschmelzen. Wie ordinär wirkt die handelsübliche Baseball-Keule gegen einen 800€ teuren Hi-Tech-Wedge von Callaway!</p>
<p>Es sind in der Regel ältere Herren in höheren Positionen, die dem Golfsport zugeneigt sind. Entscheider und Rationalisierer, die, zuweilen frei von Sachkenntnis, dafür sorgen, dass mit veraltetem Werkzeug unter widrigen Umständen mangelhafte Produkte von unterbezahlten Mitarbeitern geschaffen werden. Dies nennen Sie Innovation. Fühlen Sie sich willkommen in unserem kleinen Club. Er ist unter exakt den Bedingungen entstanden, die Sie geschaffen haben.</p></blockquote>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/gs1.jpg" alt="" width="500" height="401" /></p>
<p>Nach der dräuenden Präsentation am Montag folgt eine Woche Unterricht in Sachen After Effects. Dargebracht von einem Dozenten, der Adobes Compositing-Flaggschiff für ein ordinäres Schnittprogramm hält. Wird sicher lustig. Wenn ich es richtig verstanden habe, gehen wir das erste Kapitel des Handbuchs durch und dürfen uns dann frei um Gratis-Tutorials aus dem Netz kümmern. Darauf folgt die nächste Projektphase zum Thema Häuslebau mit Polygonen. Wer bis dahin 3ds Max nicht daheim im Kämmerlein erlernt, hat eben Pech gehabt. Ich hoffe, ich darf wieder mit Photoshop spielen.</p>
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		<title>Ich seh&#8217; in 3D</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 00:52:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[3D Diary]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir schreiben Juni 2010, erster &#8220;Schultag&#8221;. Mit drei weiteren Teilnehmern betrete ich den Schulungsraum. Drei Tischreihen mit je vier Plätzen dominieren das Zimmer. Jedem Einzelplatz steht ein PC mit zwei 22&#8243;-Monitoren zur Verfügung. &#8216;Sieht ja ganz ordentlich aus&#8217;, denk ich mir. Später erklärt der Geschäftsführer, dass wir erst nach dem ersten Lehr-Modul - Freizeichnen - [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir schreiben Juni 2010, erster &#8220;Schultag&#8221;. Mit drei weiteren Teilnehmern betrete ich den Schulungsraum. Drei Tischreihen mit je vier Plätzen dominieren das Zimmer. Jedem Einzelplatz steht ein PC mit zwei 22&#8243;-Monitoren zur Verfügung. &#8216;Sieht ja ganz ordentlich aus&#8217;, denk ich mir. Später erklärt der Geschäftsführer, dass wir erst nach dem ersten Lehr-Modul - Freizeichnen - Zugriff auf die Maschinen haben werden. Ausgerechnet Zeichnen, wenn ich zeichnen könnte, würde ich keine achtstelligen Summen für Kameras und Peripherie ausgeben, Herr J. nochmal.</p>
<p><span id="more-523"></span></p>
<p>Nach dem obligatorischen Einweihungszeremoniell stellt sich der Dozent für &#8220;Freizeichnen, AutoCAD Architecture und After Effects&#8221; vor. Sympathischer Typ, Anfang 40, mit Architekturstudium und -erfahrungen gesegnet. Hat drunten in Hannover beachtliche Projekte gestemmt, verrät Google. Nun unterrichtet er N00bs in Architektensoft. Das Leben geht mitunter seltsame Wege. Adobes After Effects und Premiere hält er &#8220;für das selbe Zeug&#8221;. Premiere wurde wegen des tight gesteckten Lehrplans von selbigem gestrichen. Meine Frage, wie man mit After Effects schneidet, verhallt unbeantwortet im Raum. Vielleicht gibt’s ‘ne Art Autocut? Ich beschließe, das selbst herauszufinden, um irgendwann wohldosierten Spott platzieren zu können.</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/appalone2.jpg" alt="" width="500" height="174" /><br />
<em>Möglicherweise gibt&#8217;s auch &#8216;ne App dafür</em></p>
<p>Modul Freizeichnen hält, was es verspricht. Ich bin völlig frei von zeichnerischem Talent und nehme mir folglich die Freiheit, unmotiviert ein paar freie Striche aufs Papier zu kritzeln. Etwas entartete Kunst entsteht. Adolf hätte mich dafür an die Wand gestellt. Die Freiheit, dem Nächstbesten den Hals umzudrehen, um etwas Spannung ins Geschehen zu bringen, unterdrücke ich mit aller Macht. <em>&#8216;Heb dir das für später auf, dann hast du mehr davon&#8217;</em>, rät <a href="http://unrealitymag.com/wp-content/uploads/2009/11/chong-li.jpg" target="_blank">Chong Li</a>, mein wǔ shù jiā in Albträumen mit Martial Arts Content.</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/lmaa.jpg" alt="" width="500" height="308" /><br />
<em>Angewandte Hundepsychologie: Leckt mich alle!</em></p>
<p>Wie sich herausstellt, soll die Anzahl der Teilnehmer wachsen und so sind wir im Laufe der Woche irgendwann zu siebt. Ein Kandidat, der sich anbietet, ein paar Würgetechniken aus Krav Maga zu testen, ist noch nicht dabei, doch das wird sich ändern, denn wir erwarten weiteren Zuwachs. Zwischendurch verteilt die Geschäftsleitung Fragebögen, man will ein paar Einzelheiten über die Teilnehmer erfahren. Unter anderem sind auch unsere &#8220;Hobby&#8217;s&#8221; von Interesse.</p>
<p>Holy fucking shit! Das ist eine gottverdammte Bildungseinrichtung und die pluralisieren mit <a href="http://deppenapostroph.de/" target="_blank">Apostroph</a>!</p>
<p>Meine Bereitschaft, irgendetwas sonderlich ernst zu nehmen, sinkt spürbar. Chong Li hatte wieder einmal recht. Nach 11 Tagen, die mir so lang vorkommen, wie die Phase zwischen Jura und früher Kreidezeit, neigt sich das Modul &#8220;Freizeichnen&#8221; dem verdienten Ende zu. Während der Frühjura zerfiel Pangaea, der Superkontinent. Ich entdecke gewisse Parallelen zu meinem Nervenkostüm, zu meinen Erwartungen - und zu Marvin, dem depressiven Roboter aus Doug Adams &#8220;Anhalter&#8221;. Zum Glück bleibt wenig Zeit zum Resümieren, denn weiter geht&#8217;s mit &#8220;AutoCAD Architecture&#8221;. Hurra, endlich Software! Wir dürfen die Rechner hochfahren.</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/b_bude.jpg" alt="" width="500" height="159" /></p>
<p>Nach dem obligatorischen Netzwerkanmeldeprocedere geht mein erster Weg in die Systemsteuerung. Verbaut sind in den nagelneu anmutenden PCs ein Intel Quadcore der vorletzten Generation, also kein Core i5 oder gar i7, sondern ein Q8400. Als noch ernüchternder erweist sich die Grafikkarte, eine betagte GT 9500. Ich bin auf die Renderzeiten gespannt und sarge die Vorstellung, mit den Dingern Animationen zu realisieren, präventiv ein. Die Kisten laufen auf Vista Biz 64 mit 4 GB RAM. Wochen später erfahren wir, wer die PCs zusammenstellte: die Marketinglady aus der hannoverschen Zentrale. Zu unserem Trost gesteht sie ein, dass sie von Hardware &#8220;eigentlich gar keine Ahnung&#8221; hat.</p>
<blockquote><p><em>Im Rockjournalismus basteln Leute, die nicht schreiben können, aus  Interviews mit Leuten, die nicht reden können, Geschichten für Leute,  die nicht lesen können.</em> (Frank Zappa)</p></blockquote>
<p>Der Mai liegt im Sterben und AutoCAD Architecture bleibt erst einmal Point of Interest. Das ist zwar nicht ganz so leistungshungrig, aber für den bitmapverseuchten Pixelschubser ist das Programm die Autobahn zwischen Sodom und Gomorrha. Sodom gilt in Bibel und Talmud als der Inbegriff von Fremdenfeindlichkeit und AutoCAD gibt sich alle Mühe, dem Photoshopper zu zeigen, dass er nun in einer anderen Stadt gelandet ist. Ich brauche sechs Tage, um zu begreifen, dass man innerhalb eines Befehls weitere Buttons anklicken und in Zahlenfeldern weitere Parameter verändern kann. Am siebten Tag ruhe ich und frage bei Chong Li nach, ob die Zeit für ein paar Diǎnxué-Übungen reif sei. Die Teilnehmerzahl ist auf zehn gewachsen und nun ist ein Kandidat dabei, dessen sozialverträgliches Frühableben der Rest der Truppe mehr als begrüßen würde. Vermutlich würden sie mir eine Art buntes Verdienstkreuz rendern. Es ist gewiss der Putzigkeit des Seins geschuldet, dass sich sein Name auf würgen reimt. Ich beschließe, eine Kerze für <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Imrich_Lichtenfeld" target="_blank">Imi Lichtenfeld</a> anzuzünden, exakt an dem Tage, an dem mir die Sicherung durchbrennt.</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/bundestorus.jpg" alt="" width="500" height="339" /><br />
Der Bundesverdiensttorus: <em>Jesus, he knows me and he knows I&#8217;m right</em> (Genesis)</p>
<p>Die Zehn ist eine bedeutungsvolle Zahl, ein kurzer Blick aufs Dezimalsystem zeigt das mit aller Macht. Ein jüdischer Gottesdienst kann erst stattfinden, wenn sich mindestens zehn Männer zusammengefunden haben. Die Zehn zieht sich wie ein roter Faden von Sodom nach Gomorrha und so sind wir hoch erfreut, dass unsere Klasse auf 12 <span style="text-decoration: line-through;">Apostel</span> Teilnehmer wächst, bevor das Modul AutoCAD erledigt ist. Die Software bleibt mir bis zum Schluss fremd. Die einzige Funktion, die ich vermutlich niemals vergessen werde, nennt sich &#8220;Lotrecht&#8221;. Der Maurer kennt das, ebenso wie Jud&#8217; und Christ. Lot war Abrahams Neffe und seines Zeichens sowas wie die moralische Instanz in Sodom. Lot hat seine Homebase nicht retten können, wie wir wissen, aber er konnte aus ihr fliehen, bevor der Herr J sie abfackelte. Er schaffte es bis in die Berge um Zoar, dort wurde er von seinen Töchtern vergewaltigt - soviel zum Lotrecht.</p>
<blockquote><p><em>Und Lot zog aus Zoar und blieb auf dem Berge mit seinen beiden Töchtern; denn er fürchtete sich, zu Zoar zu bleiben; und blieb also in einer Höhle mit seinen beiden Töchtern. Da sprach die ältere zu der jüngeren: Unser Vater ist alt, und ist kein Mann mehr auf Erden der zu uns eingehen möge nach aller Welt Weise; so komm, laß uns unserm Vater Wein zu trinken geben und bei ihm schlafen, daß wir Samen von unserm Vater erhalten.</em><br />
{3 Mose.18,7}</p></blockquote>
<p>Lots Enkel/Söhne brachten später zwei Völker hervor: die Ammoniter und die Moabiter. Zumindest Berlin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Moabit" target="_blank">Moabit</a> ist noch heute für seine atemberaubende Architektur berühmt. Man kann&#8217;s mit &#8216;ner Runde Inzest offensichtlich weit bringen, die Kreise schließen sich immer wieder.</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/lotrecht.jpg" alt="" width="500" height="87" /></p>
<p>Nach geschätzten drei Äonen beginnt das Kernmodul: 3ds Max. Wir erfahren, dass wir uns auf eine weitere Teilnehmerin freuen können. Das ist fein, 13 bringt Glück, wir sind ja nicht triskaidekaphobisch. Wenn sie einkehrt, sind wir vollständig und dann bekommen wir eine Einladung der Firma Autodesk und können deren Software gratis herunterladen, um daheim ein wenig zu üben. Mit anderen Worten: wir können AutoCAD eine Woche nach dem das Lehrmodul zu Ende ist, auch zu Hause nutzen. Hallo, Imi &#8230;</p>
<p>Der neue Dozent - ebenfalls Architekt - wirkt ein wenig gestresst. Kein Wunder, wir sind die 2. Klasse, das Katastrophenabteil im ICE. Der erste Lehrgang hat nur acht Teilnehmer - vier davon sind Architekten - und die haben geschlagene vier Monate mehr Zeit, den Stoff zu lernen. Sie wandelten vor uns in den Hallen des Bildungsträgers und sie werden noch da sein, wenn wir uns längst auf dem freien Markt um freie Jobs als freie Mitarbeiter prügeln. Auf eine Festanstellung hofft nur, wer seine Restnaivität noch nicht verlebt oder außerordentliche Skills vorzuweisen hat - oder beides. Immerhin 3ds Max entpuppt sich auf den ersten Klick als wirklich gediegen. Ich lerne während der ersten zwei Tage im Unterricht mehr als nach 14 Tagen &#8220;try and error&#8221; mit der Demo daheim.</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/goldcube.jpg" alt="" width="500" height="375" /><br />
<em>Der goldene Shit: wählt man Mental Ray als Renderer, rückt die Software nette Texturen raus, die unter dem rechten Lichte ganz anders aussehen, als vom Hersteller vorgesehen</em></p>
<p>Leider kreist noch immer alles ums Kernthema Architektur und wie Frank Zappa schon so treffend feststellte: zu Architektur kann man nicht tanzen. Mit anderen Worten, der Inhalt bleibt furztrocken und dabei wird&#8217;s bleiben. Aber was soll&#8217;s, Goethe sagte einst, Architektur sei &#8220;gefrorene Musik&#8221;. Nun mag der ein oder andere den ollen Johann als antisemitisches Arschloch in Erinnerung haben, aber dieser Gedanke ist so groß, dass ich einfach weitermachen muss. David Bryne (Talking Heads) meint gar, es gäbe eine Wechselbeziehung zwischen Architektur und Musik. Das ist sehr naheliegend, stellen wir uns kurz die atemberaubende Akustik in einer Kirche vor (Faltungshall anyone!?). Leider glänzen die Gotteshäuser durch die Bank mit grauenhafter Musik zwischen Orgelgequietsche und Gospel-Lala. Und so sieht&#8217;s letztendlich auch beim Lehrgang aus. Wie bei einer militärischen Grundausbildung muss man erst durch den Schlamm robben, bevor man an die coolen Kanonen darf. Chong Li, deine Zeit wird kommen.</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/roofkilla.jpg" alt="" width="500" height="263" /><br />
<em>Zukunftsplanung: wenn ich mal groß bin, scheiß ich jemandem ins Oberstübchen</em></p>
<p>Wir schreiben Anfang Juli, die Sonne zeigt Einsatz, als sei sie beim Bewerbungstraining und im mit 14 PCs bestückten Klassenzimmerchen gibt es keine Klimaanlage. Als die ersten im Begriff sind, aus den Latschen zu kippen, spendiert die Geschäftsleitung zwei Ventilatoren, die fortan die ca. 36°C warme Luft sachgerecht im Raum verteilen. Meine Gedanken kreisen um abgesägte Schrotflinten und um Fat Man, jene Bombe, die einst Nagasaki besuchte und dem Städtchen zu außerordentlichem Ruhm verhalf - oder um gefrorene Musik &#8230;</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/note4.jpg" alt="" width="500" height="304" /></p>
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		<title>Hans Dampf</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 15:06:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Untrusted Computing]]></category>

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		<description><![CDATA[Konfiguriert man sich einen Mac Pro, gibt&#8217;s derzeit die Wahl zwischen zwei Basis-Geräten. Das Einsteigermodell mit 4 Kernen à 2,66 GHz startet bei vermeintlich günstigen 2299 Euro. Das 8Core-Flagship lassen wir außer acht, das wäre für den späteren Vergleich unfair.

Die vierkernigen Prozessoren gibt&#8217;s in drei Güteklassen. Wählt man die mit 2,93 GHz getakteten Xeons, wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Konfiguriert man sich einen Mac Pro, gibt&#8217;s derzeit die Wahl zwischen zwei Basis-Geräten. Das Einsteigermodell mit 4 Kernen à 2,66 GHz startet bei vermeintlich günstigen 2299 Euro. Das 8Core-Flagship lassen wir außer acht, das wäre für den späteren Vergleich unfair.</p>
<p><span id="more-522"></span></p>
<p>Die vierkernigen Prozessoren gibt&#8217;s in drei Güteklassen. Wählt man die mit 2,93 GHz getakteten Xeons, wird der Mac 360.- teurer, will man 3,33 GHz pro Kern, zahlt man gar 1080.- drauf. Nehmen wir die goldene Mitte, auch wenn 2659 Eurinos nicht mehr ganz so verlockend klingen.</p>
<p>Unser Einsteiger-MacPro hat ab Werk lächerliche 3 GB RAM verbaut. Mein knapp zwei Jahre altes Notebook hat 4 GB. Hier gilt es, ein wenig nachzurüsten. 5 GB extra kosten bei Apple 225 Euro. Der leicht gepimpte Vierkern-Mac Pro kostet nun 2884 Euro. Zeit, nach größeren Festplatten zu suchen, denn das Basismodell offeriert gerade einmal 640 GB, soviel wie mein Aspire vor knapp zwo Lenzen. Acer hatte allerdings den Anstand, die Kapazität auf zwei Platten zu verteilen.</p>
<p>Die Wahl fällt auf zwei 1 TB-Platten. Die erste kostet 90.- Aufpreis, der Einzelpreis für die zweite liegt bei 270 Euro. Unser kleiner vierkerniger Big Mac kostet nun 3244.- und ist mit einer lumpigen GeForce GT 120 gestraft. Die GT 120 ist im Grunde eine im Kerntakt leicht kastrierte 9500 GT - mit anderem Worte: asbach. Sowas verbauen die Jungs aus Cupertino ohne den Anflug einer Schamesröte in ihren sogenannten HiEnd-Systemen. Für den 8Core werden dieselben Modelle angeboten. Wahlweise kann man drei weitere GT 120 einbauen lassen oder mit einer ebenso betagten Radeon HD 4870 vorlieb nehmen, die für 180.- Aufpreis sorgt. Modernere Karten wie die GTX 285/295 stehen nicht zur Wahl. Die Radeon, die im Sommer 2008 das Licht des Marktes erblickte, treibt den Endpreis auf 3424 Euro.</p>
<p><em>Bei Combat Ready ist mit der GT 240 das untere Ende der Fahnenstange erreicht. Man bekommt für das Downgrade aus einem 800€-Standardsystem 55.- gutgeschrieben, wenn man sich freiwillig mit dem ollen Ding zufrieden gibt. Bei einem Downgrade auf eine 5570 sind gar 60.- auf der Habenseite. Und bei Apple ist bei der HD 4870 Schicht. Eine 1 TB-Festplatte kostet 185 Euro weniger als bei Apple.<br />
</em></p>
<p>Hans Dampf - so werde ich den PC taufen, den ich bei <a href="http://www.combatready.de" target="_blank">Combat Ready</a> gerade geordert habe - hat ein wenig mehr zu bieten. Fangen wir beim Board an:</p>
<p>ASUS M4A89GTD Pro 890GX AM3 RAID<br />
2x USB 3, je 1x SPDIF und eSata. Aufrüstbar bis 16 GB RAM. (Der kleine MacPro spielt auch nur bis 16 GB mit, 32 GB RAM sind dem großen Bruder vorbehalten)</p>
<p>Im Board stecken ein AMD X6 1055T (6 Kerne à 2.8 GHz), 8 GB Marken-RAM und &#8216;ne GeForce GTX 285.<br />
Apple gibt leider nicht an, unter welcher Flagge die Festplatten des MacPro segeln. Also reiner Schwanzvergleich: Hans Dampf hat ebenfalls zwei drehfreudige 1 TB-Platten (Samsung HD103SJ Spinpoint F3, 7200 U/min). Mit thermischen Problemen, wie vom MacPro berichtet, rechne ich nicht. Der Midi-Tower von Coolermaster hat zwar etwas Lieferzeit, aber - laut Angaben - auch ein brauchbares Kühlkonzept. Den AMD kühlt ein Xigmatek Scorpion HDT-S1283. Das Teil erinnert an den Zylinder eines Mofas. Naja, die Maschine hat knapp 1 PS (Netzteil: 0,7 kW), der Vergleich mit einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hercules_%28Motorrad%29#.C3.84ra_der_Mopeds.2C_Mokicks_und_Kleinkraftr.C3.A4der" target="_blank">Mofa</a> ist also nicht ganz so weit hergeholt. Selbst der Preis bewegt sich in einem halbwegs identischen Rahmen, nämlich 2001 Euro unter dem des Macs. Eine Windows 7-Lizenz (64 Bit, for Adobe&#8217;s sake!) und Versandkosten sind freilich inkl.</p>
<p><em><a href="http://www.youtube.com/watch?v=9V7NoRjI0H0" target="_blank">I&#8217;m a PC</a> and that&#8217;s why!</em></p>
<p>Wegen der Lieferzeit des Gehäuses wird der Renderpanzer vermutlich erst übernächste Woche eintreffen, aber was soll&#8217;s, darauf kommt&#8217;s nun auch nimmer an. Die Recherche dauerte &#8216;ne Weile. Man hat halt &#8216;ne geradezu erschlagende Auswahl, liest erstmal Specs und fragt hernach ein paar Leute mit Durchblick, welche davon besonders wichtig sind. An dieser Stelle besten Dank ans Forum von <a href="http://www.computerbase.de/forum/" target="_blank">Computerbase</a> - you guys&#8217;re great! Combat Ready war ebenfalls ein (indirekter) Tipp aus diesem Forum. Alterate war zu teuer, bei Hardwareversand fehlten div. angepeilte Teile, RocketPC hatte ein gewöhnungsbedürftiges Shopsystem. Wenn ich schon Jahr und Tag damit verbringe, herauszufinden, welche Innereien ich brauche, dann will ich auch exakt diese Teile haben. Combat hat zum einen ein phantastisches System, bereitet eine Konfiguration Probleme, weist das Shopsystem darauf hin. Zum anderen haben sie ein eigenes Forum, in dem man die Brauchbarkeit seiner Kreation noch einmal absegnen lassen kann.</p>
<p><em>Service-Oase Deutschland! </em></p>
<p>Selbst an einem Sonntag antwortet dort jemand und empfiehlt im Zweifelsfall ein anderes Grafikkartenmodell, weil das gewählte in der aktuellen Konfiguration zu heiß werden könnte. Obendrein gibt&#8217;s 5 (!) Jahre Garantie. Apples Garantie erlischt nach einem Jahr. Für eine zweijährige Verlängerung - Apple Care - genannt, verlangt Apple 299.- Euro. Genau genommen liegt die Differenz zwischen Hans Dampf und dem kleinen, gepimpten MacPro mit alternder Grafik also bei 2300 Euro. Wobei sich Hans dann immer noch zwei Jahre länger in Sicherheit wiegt, mit zwei zusätzlichen Kernen arbeitet und ein paar Extras wie eSata-Schnittstelle und USB 3 mitbringt.</p>
<p><em>Fall nun jemand Lust zum Basteln bekommt: eine 8Kern-Xeon-Workstation, ähnlich dem HP Z600, nur mit etwas mehr Bums in Sachen Arbeits- und Massenspeicher, klatscht man sich für rund 1700.- zusammen, wenn man wirklich jeden Handschlag selber macht. Der wird dann auch dem großen MacPro gefährlich und die Preisdifferenz ist noch gewaltiger.</em></p>
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		<title>CS5</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 19:23:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[3D Diary]]></category>

		<category><![CDATA[Pix]]></category>

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		<description><![CDATA[Hurra, CS5 ist da und endlich hatte ich ein wenig Zeit, einige der brandneuen Killerfeatures zu testen. &#8220;Amazing!&#8221;, würde Steve Jobs sagen, &#8220;absolutely awesome, stunning, breathtaking, jawdropping - for fuck&#8217;s sake!! Goddamnid, we&#8217;ll never have anythäng that could even compare!!11elf!&#8221;
Aber das Apfelmännchen steht derzeit mit Adobe auf Kriegsfuss und nun gibt&#8217;s bei Apple.com für absehbare [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hurra, CS5 ist da und endlich hatte ich ein wenig Zeit, einige der brandneuen Killerfeatures zu testen. &#8220;Amazing!&#8221;, würde Steve Jobs sagen, &#8220;absolutely awesome, stunning, breathtaking, jawdropping - for fuck&#8217;s sake!! Goddamnid, we&#8217;ll never have anythäng that could even compare!!11elf!&#8221;</p>
<p>Aber das Apfelmännchen steht derzeit mit Adobe auf Kriegsfuss und nun gibt&#8217;s bei Apple.com für absehbare Zeit keine hanebüchenen Photoshop-Benchmark-Vergleiche. Was soll&#8217;s, es gibt auch keine Macs, die zeitgemäße Innereien haben <em>und</em> erschwinglich sind. Und genau die braucht Adobes Cashcow dringender denn je.</p>
<p><span id="more-521"></span></p>
<p>Natürlich will der Pixelschubser die Extended-Version (3D &#8216;n shit). Das geht massiv ins Geld, es sei denn, man hat Anspruch auf &#8216;ne EDU-Version (ich arbeite gerade dran). Diese 3D-Spielereien werden an Leistungshunger vom neuen KillerKaufArgument (KKA) - Content Aware - fast überboten. Natürlich sind&#8217;s diese Funktionen, die man ganz dringend haben muss, selbst wenn man auf dem Vorgänger CS4 unterwegs ist. Meine letzte Version war die CS2 für OS X, die ich mangels Mac nicht nutzen kann. Auf meiner Acer-Klappschachtel tuckert PS Elements 7. Diese Prekariatsedition ist im Grunde gut genug, um sie sich schönreden zu können, ohne rot zu werden. Aber gegen das große Brüderchen verhält sie sich wie ein Segelboot zu einem gottverdammten Flugzeugträger.</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/fischm1cs1a.jpg" alt="" width="500" height="333" /></p>
<p>Ein paar Vergleiche:</p>
<p>Will man ein Bild in Schwarz/weiß kovertieren, bietet Elements drei Farbkanäle. Damit kann man selbst kontrastarmen Fotos einen brauchbaren Look verpassen, indem man die matschigen Farbbereiche etwas abdimmt und/oder zu dunkle aufhellt. Die CS-Version bringt für diesen Job sechs Kanäle mit.</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/kudd.jpg" alt="" width="500" height="336" /><br />
vlnr: Original, einfach entsättigt, 6-Kanalfilter. Unten rechts ein Füllsel. So sah ich&#8217;s als ich auf den Auslöser drückte. Auch sowas geht mit Elements, ebenso mit Gimp. Die Bearbeitung dauert nur 10 Minuten länger.</p>
<p>Filter und Farbkorrekturen rausfaden - also den Effekt abschwächen - konnte PS schon zu Prä-CS-Zeiten, bei Elements muss man das über den Umweg &#8220;Ebenen&#8221; erledigen.</p>
<p>Den Transformierungstools der Sparversion fehlt die Warping-Option. Genau die vermisste ich immer schmerzlichst, weil es &#8216;ne elende Frickelei ist, punktgenaue Verschiebungen mit Elements&#8217; Bordmitteln zu realisieren. Für CS5 hat Adobe das Transforming nun derart aufgebohrt, dass es einem nicht nur die Schuhe auszieht, es haut den ganzen Schuhschrank um. Da wäre zum einen Puppet Warp. Dem aus älteren Versionen bekanntem Warp-Transforming nicht ganz unähnlich, aber mit wesentlich mehr Lines und Schnittpunkten, die man obendrein noch frei definieren kann. Wie das tapfere Schneiderlein, das im Sauseschritt den Frack mit kleinen Nadeln absteckt, erstellt man ein Rähmchen, um das herum man hernach die zu verschiebenden Bildbereiche morpht. Ganz großes Kino.</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/micra3d.jpg" alt="" width="500" height="350" /><br />
Tailormade: dem Bogen des extrudierten, gebendeten &#8220;Micra&#8221; aus 3Ds Max wäre mit Textwarp allein nicht beizukommen.</p>
<p>The next big thäng: Content Aware Scale. Sieht auf den ersten Blick aus wie &#8220;frei Transformieren&#8221;, berechnet jedoch mit gediegenem Algorithmus die Umgebung und verhindert so, dass gestreckte Objekte in die Breite gehen wie Tante Gertrud nach &#8216;ner Hefe-Diät.</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/aware1.jpg" alt="" width="350" height="529" /><br />
Oben: &#8220;Freie&#8221; Transformation aus den alten Zeiten<br />
Unten: Content Aware Scale</p>
<p>Das Strecken verschiebt nur den Standpunkt optisch wertvoller (sprich: scharfer) Motive im Bild, ohne sie nennenswert zu verzerren. Sowas kostet freilich viel Kraft. Hat ein Foto mehr als 10 MP, kommt ein 32Bit-System mit 2-Kern-Prozzel und 4 GB RAM schnell an seine Grenzen. Das ganze CS-Bundle - so hört man - schreit laut und deutlich nach 64 Bit. Ab 8 GB Arbeitsspeicher dürfen wir mitspielen, 12 oder gar 16 wären besser, liest man in Adobes Entwicklerblogs. Tablets und Netbooks mögen nette Spielzeuge sein, aber der leistungsstarke Desktop-Dampfer wird auch in 10 Jahren noch seine Daseinsberechtigung haben.</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/kwrissen1.jpg" alt="" width="350" height="474" /><br />
Content Aware: Scale &amp; Fill in trauter Zweisamkeit. Nur den roten Polo in der Mitte hat es merklich gestretched, vermutlich empfand PS den VW als optisch wertfrei. </p>
<p>Auch der - in Foto-Foren oft belächelte - HDR-Toning-Filter kam zum Einsatz. Die Knipser haben noch nicht herausgefunden, dass man zum einen nicht alle Regler auf Anschlag stellen muss und zum anderen auch nur Teilbereiche eines Bildes bearbeiten kann. Im Falle des HDR-Toning ist dafür ein wenig Frickelei von Nöten, da das Tool darauf besteht, erst alle Ebenen zu einem Hintergrund zu vereinen, bevor es an die Arbeit geht. Offenbar haben wir&#8217;s nicht mit einem aufgebohrten &#8220;Tiefen &amp; Lichter&#8221; zu tun. D.h., man muss zunächst das Originalbild duplizieren, abspeichern und später übers HDR-veredelte Ergebnis legen und ggf. hie &amp; und da etwas rausradieren. Die Arbeit nimmt man gern auf sich, besonders bei 3D-Renderings wirkt HDR-Toning Wunder.</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/hdrtoning.jpg" alt="" width="487" height="609" /></p>
<p>Oben: Detailregler auf &#8220;volle Pulle&#8221; sorgt für den HDR-typischen Look, an dem sich der moderne Rezipient bereits 2007 sattgesehen hatte. Wer&#8217;s mag, kann via Radius den HDR-Stümper-Rahmen nachbauen.<br />
Unten: Detail im Minusbereich sorgt für weiche Kanten. Fürs Endergebnis mischt man die beiden Versionen.</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/hdrtoning2.jpg" alt="" width="500" height="535" /><br />
Geht man mit HDR-Toning behutsam vor, klappt&#8217;s auch ohne anschließende Bastelarbeit.</p>
<p>Photoshops 3D-Fähigkeiten sind verglichen mit 3Ds Max - aus dem &#8220;das Salz&#8221; stammt - bestenfalls rudimentär. Für eine Bitmap-Pixelschubse sind sie dennoch bemerkenswert.</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/noram.jpg" alt="" width="479" height="342" /><br />
ScheißNdreck: CS5 hat kein Herz für alte Rechner</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/repouss.jpg" alt="" width="500" height="313" /></p>
<p>Ein Jammer, denn natürlich sind&#8217;s diese Features, die vehement zum Spielen einladen.</p>
<p>Selbst beim &#8220;rendern&#8221; dieses Effekts in einem 500px-Bild musste ich die Parameter eintippen, weil die Regler ruckelerprobt in Hunderter-Schritten herumhüpften. Selbst meine 3600dpi-Zockermaus konnte nichts ausrichten. Was soll&#8217;s, für 3D gibt&#8217;s passendere Waffen.</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/salz6.jpg" alt="" width="500" height="354" /></p>
<p>Kleine Unerquicklichkeiten gibt&#8217;s noch. Dem perfektionistischen Quängelkopp könnte die Tatsache stören, dass all die uralten Filterverteranen, die wir aus den 90ern kennen, dringend etwas Modellpflege brauchen. Sie haben keine einheitliche Oberfläche, sie haben sogar verschiedene Ladebalken und nicht alle bieten eine Vorschau. Angesichts des Preises wirkt sowas in der Tat etwas befremdlich.<br />
Dennoch, CS5 ist der Wurf schlechthin. Gute Arbeit, Adobe!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Schulweg</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 04:45:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[3D Diary]]></category>

		<category><![CDATA[Pix]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich geh ja gezz wieder zur Schule, um dieses Zeug irgendwann mal zu begreifen. Bei Kaiserwetter hat der Schulweg einen gewissen Reiz.

Schon befremdlich, da friemeln wir rum, um Fotos möglichst &#8220;artificial&#8221; aussehen zu lassen (Stichwort HDR), während andere versuchen, mit 3D-Soft Bilder zu rendern, die von einem Foto nur noch schwerlich zu unterscheiden sind.

Die hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich geh ja gezz wieder zur Schule, um <a href="http://www.autodesk.de/adsk/servlet/home?siteID=403786&amp;id=406067" target="_blank">dieses Zeug</a> irgendwann mal zu begreifen. Bei Kaiserwetter hat der Schulweg einen gewissen Reiz.</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/city4b.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Schon befremdlich, da friemeln wir rum, um Fotos möglichst &#8220;artificial&#8221; aussehen zu lassen (Stichwort HDR), während andere versuchen, mit 3D-Soft Bilder zu rendern, die von einem Foto nur noch schwerlich zu unterscheiden sind.</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/city5b.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Die hier stammen aus &#8216;ner Ixus. Bin gespannt, wann ich sowas am Rechner nachbauen kann.</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/salz1a.jpg" alt="" width="500" height="313" /></p>
<p>Allererste Versuche mit 3DS Max, viel weiter bin ich (ohne Anleitung) noch nicht gekommen. Es dauerte &#8216;ne Weile, bis ich ansatzweise rausgefunden hatte, wie &#8220;Volume Light&#8221; funktioniert, und dass man die Kamerapersektive rendern muss.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Weg nach unten</title>
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		<pubDate>Sun, 23 May 2010 15:07:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Pix]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor Jahren mal in einem Forum (?) das Foto eines Pilzes gesehen - von unten.
Dabei stand ein kleiner Text mit dem &#8220;Making of&#8221;. Der Macker hatte ein gottverdammtes anderthalb Meter tiefes Loch gegraben, um den Pilz aus der entsprechenden Perspektive abzulichten. Die Arbeit hatte sich gelohnt, ich habe nie ein besseres Pilzfoto gesehen.
Nu ja, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor Jahren mal in einem Forum (?) das Foto eines Pilzes gesehen - von unten.<br />
Dabei stand ein kleiner Text mit dem &#8220;Making of&#8221;. Der Macker hatte ein gottverdammtes anderthalb Meter tiefes Loch gegraben, um den Pilz aus der entsprechenden Perspektive abzulichten. Die Arbeit hatte sich gelohnt, ich habe nie ein besseres Pilzfoto gesehen.</p>
<p>Nu ja, das fiel mir heute wieder ein und es lässt mir keine Ruhe. Leider gibbet um diese Zeit keine Pilze. Ich hab also noch bis September Zeit, mir einen ordentlichen Spaten zu beschaffen.</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/lz3a.jpg" alt="" width="500" height="347" /><br />
<em>Mit ohne Loch: den Löwenzahn von unten ankucken</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Sache mit dem Codec</title>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 22:06:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Untrusted Computing]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir schreiben das Jahr 2010 und endlich hat jemand herausgefunden, was bereits seit Jahren in jedem Camcorder-Handbuch steht:
Du darfst deine Filmchen nicht kommerziell verwenden, es sei denn zu zahlst Lizenzgebühren an den Patentpool der MPEG-LA.
Das steht bei jeder Con- und Prosumergurke, die mit dem H.264-Codec arbeitet, der Standard in HTML5 werden soll. Neuerdings gibt&#8217;s diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir schreiben das Jahr 2010 und endlich hat jemand herausgefunden, was bereits seit Jahren in jedem Camcorder-Handbuch steht:</p>
<p><em>Du darfst deine Filmchen nicht kommerziell verwenden, es sei denn zu zahlst Lizenzgebühren an den Patentpool der MPEG-LA.</em></p>
<p>Das steht bei jeder Con- und Prosumergurke, die mit dem H.264-Codec arbeitet, der Standard in HTML5 werden soll. Neuerdings gibt&#8217;s diese <span style="text-decoration: line-through;">Warnung</span> Belehrung auch im Handbuch professioneller Fotoapparate, die seit geraumer Zeit auch filmen können. Im Falle der Canon 5D Mark2 steht&#8217;s auf <a href="http://www.osnews.com/story/23236/Why_Our_Civilization_s_Video_Art_and_Culture_is_Threatened_by_the_MPEG-LA" target="_blank">Seite 241</a>. Da man sein Material ohnehin noch durch die Nachbearbeitung scheucht und das recodierte Endprodukt keine Exif-Daten enthält, die Einzelheiten über die Kamera preisgeben, so wie man das von JPGs kennt, könnte man sagen, &#8220;Scheiß der Hund drauf&#8221;. Aber <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Steve-Jobs-Patentpool-mit-Anspruechen-gegen-Ogg-Theora-und-andere-Update-991639.html" target="_blank">ganz so einfach ist es nicht</a>. Im Manual professioneller Videosoft steht im Übrigen der gleiche Schmuh. Beispiel Sony Vegas Pro 9:</p>
<blockquote><p>MPEGLA and MPEG 2<br />
USE OF THIS PRODUCT IN ANY MANNER THAT COMPLIES WITH THE MPEG-2 STANDARD  IS EXPRESSLY PROHIBITED WITHOUT A LICENSE UNDER APPLICABLE PATENTS IN  THE MPEG-2 PATENT PORTFOLIO, WHICH LICENSE IS AVAILABLE FROM MPEG-LA,  LLC, 250 STEELE STREET, SUITE 300, DENVER, COLORADO 80206</p>
<p>Sony AVC<br />
THIS PRODUCT IS LICENSED UNDER THE AVC PATENT PORTFOLIO LICENSE FOR THE  PERSONAL AND NON-COMMERCIAL USE OF A CONSUMER TO (i)ENCODE VIDEO IN  COMPLIANCE WITH THE AVC STANDARD (&#8221;AVC VIDEO&#8221;) AND/OR (ii)DECODE AVC  VIDEO THAT WAS ENCODED BY A CONSUMER ENGAGED IN A PERSONAL AND  NON-COMMERCIAL ACTIVITY AND/OR WAS OBTAINED FROM A VIDEO PROVIDER  LICENSED TO PROVIDE AVC VIDEO. NO LICENSE IS GRANTED OR SHALL BE IMPLIED  FOR ANY OTHER USE. ADDITIONAL INFORMATION MAY BE OBTAINED FROM MPEG LA.  L.L.C. SEE HTTP://MPEGLA.COM</p></blockquote>
<p>Der alte MPEG2 war also auch schon verflucht.</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/h264.jpg" alt="" width="500" height="357" /></p>
<p>Interessant ist, dass z. B. Panasonic <a href="http://www.mpegla.com/main/programs/AVC/Pages/Licensors.aspx" target="_blank">Patente</a> am H.264-Codec hält (377 sollen es sein, munkelt man), Canon hingegen nicht einmal in der <a href="http://www.mpegla.com/main/programs/AVC/Pages/Licensees.aspx" target="_blank">Lizenznehmerliste</a> auftaucht.</p>
<p>Und nun drängen sich Fragen auf:</p>
<ul>
<li>ist man der bessere Mensch, wenn man &#8216;ne Canon kauft?</li>
<li>hat der ganze Krampf nach EU-Patentrecht überhaupt Belang?</li>
</ul>
<p>Offenbar wäre es wirklich das Beste, wenn niemand mehr anstrebt, irgendwas &#8220;professionell&#8221; gestalten und hernach verscheuern zu wollen. Das hat den Vorteil, dass man keine Produkte irgendwelcher Unternehmen kaufen muss, die einem im Anschluss verbieten wollen, das Gelumpe sachgerecht einzusetzen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Raubdruck</title>
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		<comments>http://salzstreuer.in/frames/?p=515#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 13:02:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Untrusted Computing]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Tolle am Bloggen ist, dass man komplexeste Sachverhalte über lange Zeit verfolgen und dokumentieren kann. So legt man sich über die Jahre ein eigenes kleines Google an und kann nachschlagen, wie das Schicksal oder sonstwer wann zugeschlagen hatte.
Es war im Januar 2008, da wollte ich meinen Canon-Drucker hinrichten. Doch dann erschien Pamela aus Baywatch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Tolle am Bloggen ist, dass man komplexeste Sachverhalte über lange Zeit verfolgen und dokumentieren kann. So legt man sich über die Jahre ein eigenes kleines Google an und kann nachschlagen, wie das Schicksal oder sonstwer wann zugeschlagen hatte.</p>
<p>Es war im Januar 2008, da wollte ich meinen Canon-Drucker <a href="http://salzstreuer.in/frames/?p=195" target="_blank">hinrichten</a>. Doch dann erschien <span style="text-decoration: line-through;">Pamela aus Baywatch</span> Tina aus der Bucht und hauchte dem versoffenen Comsumer-Produkt <a href="http://salzstreuer.in/frames/?p=226" target="_blank">neues Leben</a> ein. 14 Monate hielt der Satz Billigtinte. Das klingt effizient, doch gemessen an den wenigen Ausdrucken, die der Pixma während dieser Zeit zu erledigen hatte, wäre der Einsatz von Originaltinte geradezu idiotisch gewesen.</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/tintanks.jpg" alt="" width="500" height="350" /></p>
<p>Schön, dass <a href="http://www.tinten-tina.de/" target="_blank">Tina</a> noch immer in der Bucht verweilt und dieses großartige Produkt feilbietet. Es gab sogar ein Upgrade: die billigen Kartouchen werden nun optional mit einem eigenen <a href="http://salzstreuer.in/frames/pix/chip.jpg" target="_self">Fremdtinteverhinderungschip</a> angeboten. Wer einen Fünfer mehr investiert, spart sich die Frickelei. Da ich zum einen eine unfassbar faule Sau bin und zum anderen nicht riskieren wollte, die klitzekleinen Kontrollchips ein 2. Mal zu transplantieren, fiel die Wahl nicht sonderlich schwer.</p>
<p>Heute kam der Farbstoff an. Der olle Canon akzeptierte das neue Futter und leistete - anders als beim Ersteinsatz - keinerlei Widerstand.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schlaflos in Norderstedt</title>
		<link>http://salzstreuer.in/frames/?p=514</link>
		<comments>http://salzstreuer.in/frames/?p=514#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 Apr 2010 13:32:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Spieltrieb]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://salzstreuer.in/frames/?p=514</guid>
		<description><![CDATA[Nicht, dass ich nun ganz furchtbar dringend ein neues Handy brauchte, mein N95 stand noch gut im Futter. Es diente 2.0 Jahre lang mehr oder weniger als Festnetzersatz, entsprechend neuwertig und unverbraucht sah es aus. Aber ich bin in meinem virtuellen Umfeld von Snobs umgeben, da ist man als Nutzer einer widgetlosen Handquäke schnell als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Nicht, dass ich nun ganz furchtbar dringend ein neues Handy brauchte, mein N95 stand noch gut im Futter. Es diente 2.0 Jahre lang mehr oder weniger als Festnetzersatz, entsprechend neuwertig und unverbraucht sah es aus. Aber ich bin in meinem virtuellen Umfeld von Snobs umgeben, da ist man als Nutzer einer widgetlosen Handquäke schnell als hochgradig prekärer Presettelefonierer verschrien.  Also schickte ich Nokias Business-Phone auf die Suche nach einem neuen Herrchen, während ich nach einem neuen multimedialen Jackentaschenbewohner Ausschau hielt.</p>
<p><span id="more-514"></span></p>
<p>Shit happens - weis ein angelsächsisches Sprichwort. Da ist viel Wahres dran. Genau einen Tag nachdem sich mein gutes N95 einen neuen Besitzer auserkoren hatte, überraschte Nokia mit einer News, die die Aktien der Navi-Hersteller in den Grundfesten erschütterte: die Ovi-Maps gibt&#8217;s fortan für lau für die hauseigenen Symbian-Geräte mit inkludiertem GPS-Empfänger. Dumm gelaufen. Aber ich trug es mit Fassung, denn ich liebäugelte mit einem Androiden, genauer: dem Samsung Galaxy Spica i5700.</p>
<p>Der Wunsch wäre beinahe schneller in Erfüllung gegangen, als der Käufer meines N95 &#8220;PayPal&#8221; hatte sagen können. Ich fand beim berühmt-berüchtigten Auktionshaus eine Sofortkaufauktion. Die Verkäuferin kam aus meiner Stadt und so schickte ich via Buchtfunk eine Nachricht mit zwei einfachen Fragen:</p>
<ul>
<li>hat das Gerät ein Branding?</li>
<li>kann ich es bei Barzahlung abholen?</li>
</ul>
<p>Ohne auf die Antwort zu warten begab ich mich in die Konsumzentren unserer Stadt, um das Objekt der Begierde einmal in Augenschein zu nehmen. Natürlich war es nirgends verfügbar.  Das war nicht verwunderlich, denn das Spica war noch recht jung. Das erste richtige Aha-Erlebnis hatte ich bei &#8220;Conrad&#8221;, einer Art Nerd-Supershop. Dort musste ich den Fachverkäufern der Mobilfunkabteilung erklären, was es mit Android auf sich hat. Ich war ernüchtert, zum einen was den Bekanntheitsgrad dieses Systems angeht, zum anderen, was heutzutage als Fachverkäufer durchgeht. Rastlos suchte ich in einem Einkaufszentrum in Hamburgs Osten vier Telefonläden auf. Zwei der vier Verkäufer kannten Googles OS, die andere Hälfte musste passen. Niedergeschlagen schlug ich den Heimweg an. Kaum daheim, fuhr ich das taiwanische 17&#8243; Brikett hoch, um bei Twitter ein paar Weltuntergangslinks zu sammeln. Doch siehe da, die Auktionatorin hatte sich gemeldet.</p>
<blockquote><p>&#8220;Nein, das Gerät hat kein Branding und ja, Sie können es abholen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Fein! Ich mailte ihr meine Telefonnummer und harrte des Anrufs. Eine halbe Stunde später klingelte es und wie sich herausstellte, konnte ich die Dame in der entfernten Nachbarschaft eingliedern. 100m Luftlinie. Droben im 4. oder 5. Stock angekommen, fand sich tatsächlich ein nagelneues Spica. Ich fragte, ob ich&#8217;s kurz testen könne, um sicherzustellen, dass das Gerät wirklich kein Branding hat, denn sowas ist nervtötend und wertmindernd. <em>&#8220;Nö, dann isses ja nichmehr neu und wenn se es dann doch nicht nehmen …&#8221;</em> In diesem Augenblick schlich sich bereits der Gedanke ein, dass ich ohne androidische Begleitung heimgehen würde. <em>&#8220;Naja, Sie haben ja sicherlich die Rechnung. Möglicherweise kann ich daraus erkennen, ob das Gerät ein Branding hat.&#8221; </em></p>
<p>Zusehends nervös werdend murmelte sie: <em>&#8220;Ja, sicher.&#8221; </em>Und dann fing sie an zu suchen. Selbstredend erfolglos. Wie sich während des Gesprächs herausstellte, hatte sie obendrein Branding mit einem Simlock verwechselt. Sie wusste also weder, was es mit dem Gerät auf sich hat, noch fand sie dessen Rechnung. Und so empfahl ich mich und machte ich mich auf den langen Weg nach Hause - ohne das Spica. 100m Luftline, 300m Fußmarsch auf knochenhartem Eis.</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/nbs1.jpg" alt="" width="500" height="332" /></p>
<p>Tags drauf fand ich eine Kleinanzeige. Ein anderer Vertragsverlängerer wollte sein überschüssiges Omnia Pro loswerden. Der Preis war heiß und ich habe Telefon-Betriebssystemen gegenüber keinerlei Vorurteile, selbst wenn es Windows Mobile heißt. Also fuhr ich ohne Navi oder Ovi-Maps gen Norderstedt - und landete unweit der dänischen Grenze. Nach ausgeprägter Suche fand ich den konspirativen Ort und nach einem kurzen Check übernahm ich ein nahezu neues Omnia Pro zum Preis eines gebrauchten Netbooks. Und nun weiß ich gar nicht, was ich sagen soll. Die Form ist dermaßen ans iPhone angelehnt, vor zwei Jahren hätte sich Samsung deswegen eine Klage eingefangen, wegen <a href="http://salzstreuer.in/frames/?p=327" target="_blank">Verletzung</a> der Intelectual Rights. Heute jedoch sieht  fast jedes Touchscreen-Handy so aus.</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/op1a.jpg" alt="" width="500" height="363" /></p>
<p>Das Samsung hat in etwa die vierfache Leistung meines ersten PCs. Mein allererstes Notebook war ebenfalls von Samsung, es hatte eine CPU mit seinerzeit sagenhaften 800 MHz. Das passt jetzt in ein Handy. Das Omnia hat obendrein die doppelte Ladung RAM. Nur der eingedampfte Massenspeicher ist mit 1 GB etwas dünner. Weshalb die koreanische Taschenquäke &#8220;Business-Handy&#8221; geschimpft wird, erschließt sich dem Nutzenden, sobald er sich durch die Desktops wühlt. Office ist komplett vertreten, selbst mein geliebtes OneNote. Eine Art kleines MS Paint ist dabei. Man kann Notizen anlegen und mit dem <del datetime="2010-04-08T13:37:59+00:00">Stift</del> Stylus darin rumschmieren und dergleichen mehr. Widgets gibt&#8217;s freilich auch, von Flickr bis Facebook, von Google bis Yahoo, alles was an sozialer Poserei Rang und Namen hat, ist aufgeführt.</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/opradio1a.jpg" alt="" width="500" height="369" /></p>
<p>Radio kann man freilich mitschneiden und gäbe es hörenswerte Sender, wäre das eine Killerapplikation. Telefongespräche kann man ebenfalls aufzeichnen. Diese sinnvolle Funktion namens Call-Recording sucht man bei Android (noch?) vergeblich. Für Nokias S60 gibt&#8217;s kostenpflichtige Anwendungen. Das Omnia Pro nutzt einfach den vorinstallierten Voice-Recorder für diesen Job. Leider bewegt sich Call-Recording in vielen Ländern in einer rechtlichen Grauzone, denn gewiss kann man mit der Funktion auch böse Scherze treiben. Aber hey, das kann man mit einem spitzen Bleistift auch.</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/optast.jpg" alt="" width="500" height="357" /></p>
<p>Nachdem die Auspackzeremonie dokumentiert war, wollte das Gerät freilich erkundet werden. Da ich noch keine Daten-Flat habe, war der erste logische Schritt das Einrichten des Netzwerks. Ich habe selten soviel geflucht. In jener Nacht erfand ich eine hohe zweistellige Zahl brandneuer Schimpfwörter. Es waren gewiss etliche dabei, die Googles Nexus One <a href="http://www.zdnet.de/news/mobile_wirtschaft_google_handy_nexus_one_zensiert_schimpfwoerter_story-39002365-41526260-1.htm" target="_blank">automatisch zensiert</a>. Das Samsung sah ich bereits beim nächsten Besitzer. Aber man hat ja Sportsgeist. Zumindest musste ich herausfinden, ob ein Hardwarefehler vorlag, ehe ichs an den Meistbietenden verschachern konnte. Wie sich letztendlich herausstellte, unterbinden manche Provider den Zugang via WLAN, weil sie über die teure GPRS-Verbindung einen Haufen Geld verdienen wollen. Also probierte ich&#8217;s mit einer anderen Karte und siehe da: Yes, it can the wireless LAN!</p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/owlan.jpg" alt="" width="500" height="338" /><br />
<em>Servicewüste Mobilfunk</em></p>
<p><img src="http://salzstreuer.in/frames/pix/opfy.jpg" alt="" width="500" height="328" /><br />
<em>und die Antwort darauf</em></p>
<p>Der Ärger verpuffte so langsam, wie sich die Webseiten aufbauten. Der Windows Marketplace war nicht zu erreichen und zahlreiche andere Seiten starben am Time Out. Ein WinMobile-Gerät ist kein iPhone, das wurde mir immer klarer. Aber dennoch war mein Interesse am Omnia geweckt. Immerhin ist neben einem Office-Paket auch jede Menge anderes Gedöns auf dem kleinen internen Speicher. Und so ging die Entdeckungsreise weiter. Das erste Fundstück war Bubble Breaker, ein Klassiker unter den Denkspielen, bereits seit Windows Mobile 5.0 in Dienste des Hirnjoggings tätig. Das kostete mich eine halbe Nacht. Ich liebe diese kleinen Casual Games.</p>
<p>Nachdem ich eine spannende <a href="http://www.4pockets.com/product_info.php?p=125" target="_blank">Musik.app</a> für WinMobile gefunden hatte, lies ein Musikerkollege von seiner neusten Errungenschaft hören: ein iPhone. Er wird sich gewiss über die geschätzten drei Trilliarden Musik-Apps fürs iPhone freuen, während ich die die Angebote für Windows Mobile an einer Hand abzählen kann, selbst wenn ich den Daumen weglasse, weil ich ihn zum Peilen der Kompatiblitätsliste brauche. Das iPhone hat den Markt derart aufgemischt, dass selbst das rennomierte US-Magazin &#8220;Smartphone &amp; Pocket PC&#8221; im August 2008 die Segel strich und später als &#8220;iPhone Life&#8221; wiederkehrte. Viele der kleinen Anwendungen für PDA und Pocket PC stammen noch aus Zeiten als Windows Mobile 5.0 aktuell war, sehen entsprechend aus und sind mit aktuellen Geräten nicht kompatibel. Viele Softwareschmieden aus jener &#8220;Epoche&#8221; sind vom Markt verschwunden oder konzentrieren sich auf das iPhone. Kein Wunder, dass die schreibende Zunft nachzieht.</p>
<p>Dennoch, nach einem Quartal mehr oder weniger intensiver Nutzung finde ich den kleinen Taschenrechner recht gelungen. Die 5MP-Kamera muss sich zwar hinter der des N95 aus dem Jahre 2006 (!) verstecken und der Touchscreen macht ohne den Stylus wenig Spaß, aber was es kann, das kann es gut. Das Omnia Pro ist vielleicht noch kein Micro-Netbook mit eingebautem Telefon, aber fast schon ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mobile_internet_device" target="_blank">MID</a>.  Gute Arbeit, Samsung!</p>
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		<title>Frollein Ludmillas Gebühr für Schnee</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 20:36:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
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<p>is doch wahr!</p>
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