Archive for August, 2007

Das Böse ist immer und überall

Aug 17th 2007

Tja, dumm gelaufen! Da lassen die Innenminister der letzten Regierungsparteien nichts unversucht, das Land lückenlos zu überwachen und wirklich jeden Bürger generell unter Verdacht zu stellen, da wird das Bankgeheimis ad acta gelegt, das Postgeheimnis temporär außer Kraft gesetzt - und dann weigern sich die Schläfer endlich aufzuwachen. Was für ein Jammer!

Ihren Job als Angstgenerator übernehmen so dann ein paar Italiener - vermutlich Katholiken - die sich gegenseitig die Rübe wegblasen. Man muss ihnen zu gute halten, dass sie das tun, ohne jemandem dabei auf die Nerven zu gehen. Leise, still und heimlich - Profis eben. So professionell, dass keine Telefonüberwachung, keine Mautdatenfreigabe und erst recht keine technisch unterlegene Polizei sie hat aufhalten können. Denn die Mafia-Burschen vestehen ihren Job - im Gegensatz zu unserem Gesetzgeber.

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Virtual Wehlight .

Der Untergang des guten Geschmacks

Aug 10th 2007

Und als dann wirklich jedes Kiddie eine schreiend bunte MySpace-Seite hatte, kamen die DJs (und solche, die sich dafür hielten), klickten sich eilig ihren Auftritt zusammen und klatschten ihre Designverbrechen mit Partyflyern voll. Pack schlägt sich, Pack verträgt sich, es fand zusammen, was zusammen gehörte - Kiddies und ihre DJs. Es hätte so schön sein ignoriert werden können.

Irgendwann jedoch kamen auch die Musiker, deren Tracks die Plattenleger spielten, bei MySpace an. Und merkwürdigerweise taten sie, was offenbar getan werden musste: sie klickten sich Seiten mit befremdlichen, teils animierten Hintergrundgrafiken zusammen, setzten dunkelgraue Schrift - Times New Roman in 5 Punkt oder Arial noch viel kleiner - auf schwarzen Background und luden ihre kleinen Freunde ein. Einige ballerten neben 12 Dutzend YouTube-Filmchen noch ein ganzes Telefonbuch voller Flyer auf die einzige verfügbare Seite - natürlich in Telefonbuchgröße, so dass der Betrachter 5000 Zeilen vertikal und 2000 horizontal scrollen durfte. Und so kam es, dass nun jeder Gurkenschieber einen MySpace-Auftritt hat und einer sieht armseliger aus, als der andere.

Früher hatten Künstler eigene Webseiten. All jene, die etwas auf sich hielten, hatten Webdesigner beauftragt, damit’s auch nach was aussieht und zum eigenen, individuellen Stil passte. Einiges war im Web 1.0 besser. Heute sieht’s eher aus wie Beepworld2.0. Und wie wir wissen, hört das Auge immer mit und deswegen werde ich nach dem kurzen Surf nie wieder etwas von MySpacelern hören.

Ja, sicher, ich befördere meine Ergüsse auch auf kostenlose Plattformen, aber wenigstens verteile ich meinen Müll ordentlich und klatsche nicht alles auf einen Haufen.

Das arme Web .