Postleidqual
Jan 28th 2008
Neulich bei Conrad, dem großen Frickelshop am Stadtrand, so’n Tastblech erworben.

War zwo €umel teurer als beim Apfelkistenschieber. Sehr bedenklich sowas!
Naja, bei Conrad fragen sie mitunter nach des Kunden Postleitzahl, angeblich, “um den Service zu verbessern”. Welchen Service? Vielleicht sollten sie erstmal einen einrichten, bevor sie ihn verbessern. Das haben sie mit all den Metroklitschen gemein, die im Übrigen auch verdächtig oft nach der PLZ fragen (liest man).
Audio-Schrott
Jan 28th 2008
Ich war eigentlich nie ein echter Hardware-Fetischist. Irgendwann in den 90ern fing es an, Roland entwickelte die erste Groovebox, die MC 303 und in meiner Funktion als DJ musste ich sie einfach haben. Das kleine Gerät hat verdammt viel Spaß gemacht, doch irgendwann wurden die Computer leistungsfähiger und so plumpste ich in die IT-Welt. Ein bärenstarker PC mit einer gigantischen 200MHz-CPU zog ein. Natürlich war auch der Rest nur vom Feinsten. Eine 4,3GB große SCSI-Festplatte wartete darauf gefüllt zu werden und eine der besten Soundkarten jener Zeit schickte sich an, große Töne zu spucken - die TerraTec EWS 64XL. Für den Preis dieser Karte bekommt man beim Lebensmitteldiscounter heute ein ziemlich fesches Notebook, selbst wenn man nicht von DMark auf Euro umrechnet.
Die Software der Soundkarte war nicht komplett. “ED!SON”, der Wave-Editor, wurde in zahlreichen Beta-Versionen nachgeliefert. Wir bekamen noch die guten alten 3,5″-Disketten per SnailMal zugeschickt, denn ein Internetanschluss war damals noch keine Selbstverständlichkeit. Nach rund 2 Jahren war das Ding dann komplett. Dokumentationen dieser wilden Zeit findet der geneigte Historiker noch heute im Netz.
Ach, Sie sind Volksvertreter?
Jan 28th 2008
Und, heute schon eins verkauft?
Bernd Neumann - seines Zeichens “Kulturstaatsminister” - setzt sich, wie gewohnt, für die Belange der Rechteverwerter ein. OK, dummerweise gehören die wohl auch zum Volk. Der CDU-Mann ärgert sich schwarz, über die Widersprüchlichkeit beim Auskunftsanspruch gegenüber Dritten, also etwa den Internet Service Providern (ISP). Der Auskunftsanspruch im Entwurf zur EU-Durchsetzungsrichtlinie (IPRed) werde durch die Regelungen zur Vorratsdatenspeicherung wieder ausgehebelt, denn der Zugriff auf die bevorrateten Daten wurde auf schwere Straftaten beschränkt.
Ja, das ist wirklich ein Jammer, dass die mittlerweile so verhasste Musikindustrie nur über den Umweg von Strafanzeigen Zugriff auf die Daten des verhassten Volkes bekommen soll. Ich frage mich ja schon lange, warum man die Hörer des kommerziellen Geleiers nicht gleich wegen Geschmacksverirrung kollektiv an die Wand stellt.
Aber immerhin bleibt’s nicht bei der Begrenzung der Geräteabgaben auf 5%. Das ist toll. Wenn mein iPod und meine Macs lange genug halten, zahl ich in den nächsten Jahren 0%. Und irgendein EU-Land wird schon übrig sein, wo die Dudelsteuer knapper bemessen ist. Ist Rumänien nicht in der EU? Was Nokia kann, wird Kunde auch schaffen. So gesehen, fein gemacht, Herr Kulturinquisitor!
Wahlvieh am Grasen gehindert
Jan 28th 2008
Wahl in Hessen - computergestützt. Freie Wahl? Keineswegs.
Klein Bloggersdorf kommentiert das Debakel, die Best ofs seien hier zitiert.
Als er vor der Abgabe seiner Stimme nachfragte, wie denn eine Manipulation der Wahlcomputer ausgeschlossen werde, habe man ihn höflich daraufhin gewiesen, dass dieses schon irgendwie gemacht werde. Genaue Informationen würden ihm nicht zustehen. Auf erneutes nachfragen und den Hinweis, dass er persönlich – wie auch andere Menschen – dieses Verfahren als unsicher erachten würden, sei ein Beamter an ihn heran getreten und habe ihn aufgeforderte, nun entweder seine Stimme abzugeben oder es bleiben zulassen – jedenfalls solle er schnellstes verschwinden. Wenn nicht, würde man dieses als Störung der Wahl erachten.
Ich wäre ungewählt nach Hause gegangen!
In mindestens einer Gemeinde seien die Computer über Nacht in den Privatwohnungen von Parteimitgliedern gelagert worden. Dies sei “gängige Praxis”, hätten Mitarbeiter des Ordnungsamtes den Wahlbeobachtern bestätigt. Alle neun Wahlcomputer der Gemeinde Niedernhausen seien privat gelagert worden.
ROFL!
Ich schätze, mit sowas hat nun wirklich niemand gerechnet.
In Obertshausen wurden interessierte Buerger vor dem Wahllokal, in dem sie den Aufbau der Wahlcomputer beobachten wollten, abgefangen, das Betreten des Wahllokals verweigert, ihre Personalien festgestellt, eine Anzeige wegen Stoerung der Wahl angekuendigt und der Hinweis auf die Paragraphen im Wahlgesetz zur Oeffentlichkeit der Wahl mit dem Spruch “Sie haben hier gar keine Rechte!” beantwortet. Dann wurden sie des Bannkreises um das Wahllokal verwiesen und von einem Ordnungsamtsmitarbeiter mit dem Auto bis zur Landkreisgrenze verfolgt.
…und dergleichen Einträge mehr. Ich bin gespannt, wieviele der Blogger demnächst Besuch kriegen und weggeschafft werden.
Naja, immerhin hab ich rausgefunden, wofür Twitter gut ist.
Ich sollte das Headerbild ändern
Jan 26th 2008
das könnte missverstanden werden.
Besser, ich stampfe die ganze Seite ein. Sonst fangen sie noch meine Nachbarn weg.
Ende
Jan 26th 2008
In einem Anflug von Paranoia hab ich gestern alle meine Internetaktivitäten eingestellt.
OK, um Flickr war es nicht schade, nach deren Zensurkapriolen letzten Juni, war ich dort ohnehin nicht mehr aktiv. Um Ipernitiy tat es mir leid, das war so viel mehr als ein Ersatz-Flickr. Aber auch dort, in dieser kleinen Gemeinschaft, muss man sich inzwischen vor Repressalien fürchten. So bekam einer der Fotokollegen dort eine üble Abmahnung, weil er den Firmenwagen irgendeiner völlig unbekannten Klitsche auf einem Bild hatte. Das Foto war im ganz normalen Straßenverkehr aufgenommen. Ich hatte zwar stets darauf geachtet, keine Markenlogos oder ähnlich Verklagenswürdiges ins Bild zu kriegen, aber es hatten sich schon so viele Fotos angesammelt, ich hatte nicht die Muße, alle durchzusehen. Also Schlussstrich - Ipernity Ende.
Teh grande Cellphonewar
Jan 23rd 2008
Die Heise-Jugend plant mal wieder Großes:
Nächste Woche gibts eine geile Aktion in Hamburg
Da werden dann einige hundert Nokia-Gertäte ihr Leben aushauchen.
Wenn das dann in den Nachrichten sämtlicher Sender verbreitet wird,
ißt der Nokia-Boss bestimmt aus lauter Frust auch gelben Schnee.
OMG, was habt ihr alle ‘n Rad ab!
Aber ankucken kann ich’s mir ja mal. Ich habe noch ein uraltes Siemens C25, vielleicht zählt das ja auch, obwohl’s ein Pre-Benq ist. Ein Motorola aus der Bronzezeit muss auch noch herumliegen. Wir erinnern uns, Motorola hat das platte Schleswig-Holstein bereits vor Monaten gen ganz nahen Osten verlassen. Und im nicht so ganz nahen Osten haben sie soviel Dreck am Stecken, dass gar der Weltkirchenrat zum Boykott aufrief. Also Motorola geht gar nicht, besonders, wenn man auf Palifeudel steht.
Langsam wird die Luft dünn am Cellphone-Himmel. Samsung wäre da noch und die haben auch tolle Produkte. Aber Samsung schloss sein TV-Werk in Berlin. Was nu? Schätze, ich behalte meinen kleinen finnischen Festnetzersatz erstmal und hoffe, dass mir die aufgebrachte Boykottmasse nicht den Schädel einschlägt, wenn ich’s mal außerhalb des Wohnklos benutze. Denn das Volk ist ja bekanntlich hochgradig gewaltbereit. Als die Telekom das letzte Mal div. Stellen strich, zogen sie mit Fackeln und Mistgabeln durch die Städte und verwüsteten 1000e Telefonzellensäulen.

Aber immerhin: ein neuer Quell für Flamewar und Bashing ward geschaffen. Nokia-Nutzer vs. “der anständige Mensch”. Ich war nie sonderlich anständig, vielleicht werd ich’s auf die Spitze treiben und aus purer Antipathie das erste Nokia “Made in Romania” kaufen.
Audio Cubes
Jan 22nd 2008
Neue bunte Controller.
Jeder Cube ist ein eigener kleiner Rechner, der über Infrarot die Entfernung zu den anderen Cubes misst - z. B. meiner Hand oder irgendeinem Gegenstand. Filtersweeps, Effekte, Tempoänderungen etc. lassen sich durch Bewegung des Würfels beeinflussen. Nähert sich meine Hand dem Würfel, öffnet sich der Cut-Off Filter. Drehe ich die Würfel aufeinander zu, beschleunigt sich der LFO und das Panning wechselt.
schreibt Musician’s Life.
Höchste Zeit, mal nach den Dingern zu fahnden.