Spray
Jul 24th 2009
Es gibt ja allerlei Zeug, das im Aggregatzustand “sprühbar” mehr verspricht als es halten kann. Nehmen wir Feuerzeuggas, das ganze Produkt ist eine Lüge, es handelt sich um Flüssig-Gas. Ja was denn nun?
Oder Pfefferspray, das soll wahrlich zum Kotzen schmecken. Haarspray kann man auch getrost als fragwürdig einordnen. Weder kommen Haare aus der Dose, noch wachsen einem welche, wenn man sein Köpfchen damit besprüht.
Viel ehrlicher ist da die gute alte Sprühsahne. Sieht aus wie Sahne, schmeckt so, ist möglicherweise sogar sowas wie Sahne. Man fragt sich unweigerlich, warum es sowas nicht auch als Tabasco gibt! Vielleicht in einem kleinen Flacon, mit so ‘ner neckischen Pumpe dran. Dieses Produkt würden halten, was Pfefferspray verspricht.

Sau-innovativ wäre Sprühschimmel! Genetisch verändert und hochgradig aggressiv könnte man’s als Kampfmittelschimmel einsetzen. Ganze Ghettos könnte man einfach wegschimmeln lassen.
Trilby
Jul 23rd 2009
Gestern wollte ich mir einen Hut kaufen, um meine Erscheinung als “eigenbrötlerischer Sonderling” (O-Ton Holzpresse für Netzbürger) zu unterstreichen. Die Wahl fiel auf einen Trilby.
Wie eine kurze Recherche ergab, war der Trilby in den 30ern ein beliebtes Kopfbedeckungsmittel. Cool, dacht ich, 30er Jahre, das ist das Gegentum von zeitnah, das so dermaßen lange her, dass es irgendwie zu mir passt. Vermutlich seh ich mit dem gottverdammten Deckel so widerlich aus, dass mich selbst Wespen und Stechmücken zufrieden lassen. Aber ich wollte schauen ob’s noch was Entstellenderes gibt. Während der kleinen Surfschau fand ich heraus, dass der Trilby als solches gerade seine Renaissance feiert. Vermutlich nicht zuletzt wegen Typen wie Doherty (der Macker, den die Moss ‘ne Zeit gerammelt hatte).
Man ist also ultrahip mit einem Trilby, frau auch, d. h. man ist obendrein auch noch metrosexuell oder - auf gut deutsch - stockschwul. Verdammte Scheisse!
Ich hab mir dann ‘ne Glatze rasiert und mit Rasierklingen “FUCK YOU” in die Kopfhaut geritzt. Sieht irgendwie auch ganz putzig aus.
Schweine im Weltall
Jul 22nd 2009
Bei den sechs Mondlandungen in den Jahren 1969 bis 1972 wurden rund 33.000 Bilder aufgenommen. Wer dort noch einmal hinreisen möchte, braucht keine Kamera mitzubringen. 12 Gehäuse, komplett mit Objektiven, ließen die Astronauten dort zurück. Man sollte allerdings Filmmagazine dabei haben, denn die haben die Astronauten mit zurück genommen.
Wozu? Ich hab dem Mond im Kühlschrank!
Docma-Award
Jul 12th 2009
Alle Jahre wieder läd “Doc Baumanns Magazin für digitale Bildbearbeitung” zu einem Wettbewerb ein. Dieses Mal geht es um Bildfälschungen. Das find ich sehr originell, bei Worth1000 gibt’s diese Contests jeden Monat, oder gar wöchentlich. Aber Baumanns Crew hat sich etwas Besonderes einfallen lasssen.
Weltbewegende und phantastische Darstellungen (wie Fliegende Untertassen oder Elfen und Monster) sind vielleicht visuell und ästhetisch reizvoll, aber meist leicht als Fälschung zu entlarven, man muss nicht lange suchen, um herauszufinden, was da nicht stimmt; beschränken Sie sich dagegen darauf, lediglich den Ast eines Baumes auszutauschen oder eine Armbanduhr wegzuretuschieren, ist es zwar sehr viel schwerer, die Fälschung zu erkennen - aber es wird wahrscheinlich ein langweiliges Bild. Diesmal gibt es zwei Beurteilungsinstanzen: Zum einen werden alle Bilder wie in jedem Jahr in anonymer Form von der Jury hinsichtlich der überzeugenden Bildidee und einer technisch anspruchsvollen Umsetzung nach ästhetischen und handwerklichen Kriterien bewertet.
So weit, so spannend. Wer die Jury gibt, erfährt der geneigte Digital-Kujau einige Zeilen später.
Unabhängig davon werden wir die fertigen Montagen - anonym und abhängig von Ihrer ausdrücklichen Zustimmung - Fachleuten aus dem Bereich der Bildforensik und kriminalistischen Bildanalyse zur Verfügung stellen, darunter der TU Dresden und dem Bundeskriminalamt.
So reizvoll es scheint, seine Skills vom BKA absegnen zu lassen, denk ich, ein Statement ist hier angebrachter.

Dummerweise muss man zur Teilnahme seine volle Adresse inkl. Telefonnummer, Alter und Beruf angegeben. Macht ja nichts, ich habe schließlich nix zu verbergen!!!11elf - Als Beruf könnte ich Netzaktivist eingeben. Schätze, dann kommen die werten Juroren ganz sicher auf’n Kaffee vorbei.
Little Cray
Jul 11th 2009
Etwas das mich seit dem Känozoikum brennend interessierte, war: läuft Ableton Live auf einem Netbook? Niemand konnte mir diese Frage beantworten. Die Netbookcracks haben mit Musikproduktion wenig bis gar nix am Hut und Musiker fürchten sich vor Netbooks. Und so schwor ich mir, dass ich das irgendwann, wenn sich die Gelegenheit bietet, selbst herausfinde.
Meine erste Leica
Jul 5th 2009
Es gibt drei Möglicheiten, eine Leica zu kaufen
- die sündhaft teuren analogen Meisterwerke der M- und R-Serie
- die exorbitant teure Digital-Version der M
- eine umgelabelte Panasonic Lumix mit 75% Leica-Zuschlag
1 ist in meinem Fall nicht sonderlich erstrebenswert. Zu früh habe ich Digitalkameras schätzen gelernt. 2 ist so teuer, dass eine Nikon D3x spannender erscheint, mag der Vergleich noch so hirnrissig sein. Und 3 ist schlichtweg albern.
Als Special Agent bewerben
Jul 4th 2009
Der Bund, genauer das BVA, sucht Spione fürs Innere. Gefährder filmen und sowas alles. Klingt nach ‘nem lockeren Job. Bei Annalist und Fefe gibt’s Deeplinks und Einzelheiten in Punkto TäterBewerberprofil. Das Wichtigste vorweg:
Die Einstellung erfolgt nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) in der Entgeltgruppe E5 im vergleichbar mittleren Dienst. Aufstiegsmöglichkeiten bis E8 sind gegeben. Daneben wird eine Sicherheitszulage gezahlt.
Also sonderlich viel kommt nicht dabei rum. Aber immerhin bekommt man ‘ne Wumme und zweckdienliche Wäsche: Bereitschaft zum Führen von Schusswaffen und zum Tragen von Schutzwesten.

Da sind sie schon: die neuen Kollegen. Der schwarze Hubschrauber ist vermutlich gerade bem TÜV
Einige Skills könnte ich sogar anbieten: gutes allgemeines technisches Verständnis und Bereitschaft zum Erlernen besonderer Fähigkeiten in den Bereichen Funk/Foto/Video und zur Teilnahme an fachspezifischen Lehrgängen und Schulungen.
Wie wär’s: ich bringe eigenes Equip mit und schule eure Frischlinge in Sachen Bild- und Filmmanipulation! Ich würde allerdings gern bei E10 anfangen und bräuchte einen Dienstwagen mit Chauffeur. Zu teuer? You get what you pay for!

Nuja, ‘ne 300Euro-Knipse, ich sag ja: you get what you pay for.
Natürlich, liebes BVA, weiß ich ganz genau, mit welchem Equip wir das Gefährdergesindel ins rechte Licht rücken - oder meinswegen auch ins linke.